Karl Felix Appenzeller — Ausgewählte Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung
10. Juni bis 28. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)

Karl Felix Appenzeller
Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jah­ren ein Konvolut von Ge­mälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Ob­jekten zu einer eigenstän­digen Privatsammlung zusammengetragen. Seit 2017 arbeiten die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zusammen. Eine Auswahl des Be­stands fand als Dauerleih­gabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seit 2018 in regelmässigen Abständen im neuen Frey-Näpflin-Raum – dem Kaminsaal – präsentiert. Im Mittelpunkt der dritten Sammlungspräsentation steht der St. Galler Künstler Karl Felix Appenzeller (1892–1964).

Abenteuer Amerika — Nidwaldner Pioniergeist im Dienst des Klosters Engelberg
10. Juni bis 3. Januar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)

Abenteuer Amerika


Mitten in der Kulturkampfzeit erhielt das Kloster Engelberg die Einladung, eine Niederlassung in Amerika zu gründen, denn es fehlte dort an Priestern. Angesichts
der klösterfeindlichen Stimmung jener Zeit willigten der aus Nidwalden stammende Abt Anselm Villiger und der Konvent ein. Sie sandten 1873 zwei Mönche aus, um die Neugründung in Angriff zu nehmen – einer davon war der Nidwaldner P. Adelhelm Odermatt. Kurz nach ihrer Ankunft im Bundesstaat Missouri gelangten die «Neu-Amerikaner» mit einer Bitte an die alte Heimat: Es möchten zur Unterstützung auch Klosterfrauen aus Maria-Rickenbach nach Amerika kommen. Die missionsbegeisterte Oberin Sr. M. Gertrud Leupi zögerte nicht und sandte 1874 eine erste Gruppe von fünf Schwestern mit dem Dampfer über den Atlantik. Später folgten zahlreiche weitere Patres und Schwestern.
Aller Anfang ist schwer! Auch für die Neuankömmlinge, die mit vielfältigen Herausforderungen zu kämpfen hatten: Sie mussten erst Englisch lernen, sich an ein feucht-heisses Klima gewöhnen und sich mit harter Arbeit eine Existenz aufbauen. Das erforderte neben Pioniergeist und Tatkraft auch starke Nerven, Optimismus und eine gehörige Portion Abenteuerlust. Trotz Widrigkeiten schafften sie es, zahlreiche klösterliche Gemeinschaften, Missionsstationen, «Indianerschulen», Spitäler und höhere Bildungsanstalten zu gründen.
Die Ausstellung zeigt die Geschichte dieser Pioniere und ihres Wirkens in Amerika.

Ausstellungskuratorin: Karin Schleifer, Stans
Szenografie: Roland Heini, Luzern/Beckenried

Die Ausstellung ist eine Zusammenarbeit mit dem Kloster Engelberg
zu dessen 900 Jahr Jubiläum.

Flyer zur Ausstellung
Video zur Ausstellung von art-tv.ch

Medienecho (Auswahl)
Beitrag STANS 26.06.2020
Beitrag Luzerner Zeitung 23.06.2020
Beitrag click eMagazin
Beitrag Nidwaldner Zeitung 17.06.20

Programm:
Sonntag, 21. Juni 2020, 10.00 - 18.00 Uhr

Das Historische Museum Obwalden in Sarnen, das Nidwaldner Museum Winkelriedhaus in Stans und das Talmuseum Engelberg organsieren einen Museumstag in Zusammenhang mit dem 900Jahre-Jubiläum des Klosters Engelberg.
Unsere Besucher/innen können von 10.00-18.00 Uhr kostenlos ins Winkelriedhaus und die Ausstellung Abenteuer Amerika - Nidwaldner Pioniergeist im Dienst des Klosters Engelberg besuchen.

Gruppenführung zur Ausstellung
Dauer: 60min / Kosten: CHF 150.– (+ CHF 50.– ausserhalb der Öffnungszeiten)
Gruppengrösse: max. 20 Personen
Anmeldung unter: museum@nw.ch oder 041 618 73 40

Philipp von Matt — Architekt BDA, Berlin
12. September bis 7. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)
Eröffnung: 11. September 2020, 18.30 Uhr

Philipp von Matt

Mit einer Ausstellung zum Werk des Architekten Philipp von Matt setzt das Nidwaldner Museum die 2015 begonnene Reihe von Architekturausstellungen fort. Mehrere Generationen von Nidwaldner Architekten haben Erfahrungen mit dem Bauen im Ausland gesammelt. Von Matt, der zu den jüngeren Vertretern zählt, ist seit den 1990er Jahren in Berlin tätig. In seiner ersten Werkausstellung gibt der 2017 in den renommierten Bund Deutscher Architekten BDA aufgenommene Architekt Einblicke in sein aktuelles Schaffen, das vom Bau von Atelierhäusern bis zu Ausstellungsgestaltungen reicht.
Das Museum erinnert mit dieser Ausstellung an die baukulturellen Beziehungen, die zwischen Nidwalden und Deutschland bestehen. Wie bereits Sepp Kaiser (1872–1945), der bis zu seinem Tod in Berlin wirkte und in Stans 1913 die sehenswerte Mettenwegkapelle ausbaute, wählte auch von Matt die Grossstadt als sein Wirkungsfeld.
Architekten wie Arnold Stöckli, Hans Reinhard, Claus Niederberger und Urs Vokinger, um nur einige zu nennen, hatten im deutschsprachigen Raum studiert und, zurück in der Schweiz, wichtige Impulse für ihr Schaffen aus dem Ausland mitgenommen.
Mit Philipp von Matt gewährt das Nidwaldner Museum erstmals Einblick in das Schaffen eines gereiften Architekten, das nicht ohne Einflüsse aus der Schweiz auskommt. Fernab von Stans ist in Berlin ein Werk entstanden, das auf intelligente Weise Erfahrungen und Erinnerungen mit der lokalen Innerschweizer Baukultur zu etwas Neuem verarbeitet. Kritiker erkennen im eigenen Atelierhaus, das aus der Zusammenarbeit mit der Künstlerin und Lebenspartnerin Leiko Ikemura hervorging, sowohl den Ein­fluss trad itioneller japanischer Architektur, als auch eine robuste und solide Materialität, an der die Handschrift des Schweizer Architekten erkennbar sei. Von Matt verarbeite das Material mit solcher Liebe zum Detail und Bewusstsein für die Benutzung, dass man sich umgehend an die unprätentiöse Einfachheit der traditionellen Häuser in den Schweizer Bergen erinnert fühle.

Flyer zur Ausstellung


Programm:

Freitag, 11. September, 18.30 Uhr
19 Uhr: Begrüssung durch Stefan Zollinger, Vorsteher Amt für Kultur / Leiter Nidwaldner Museum; Ausstellungseinführung durch Gerold Kunz, Kurator der Ausstellung; Zum Werk spricht Eike Becker Architekt BDA / RIBA, Berlin
Anschliessend Apéro

Samstag, 12. September, 10.30 Uhr
Stammtisch Denkmalpflege – Nidwalden nidwaldisieren.
Philipp von Matt im Gespräch mit den Architekten Margrit Baumann, Altdorf;
Philipp Bissig, Beckenried; Beda Dillier, Sarnen; Daniel Scheuner, Luzern;
Simon Schneider, Hergsiwil. Moderation: Gerold Kunz, Denkmalpfleger NW.
Mit Apéro.
Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Tage des Denkmals 2020, hereinspaziert.ch
Eintritt frei.

Mittwoch, 25. November, 18.30 Uhr
Auf Anmeldung (maximum 30 Personen) museum@nw.ch
Winkelriedhaus
Öffentliche Führungen mit Philipp von Matt und Gerold Kunz, Ausstellungskurator.
Eintritt: CHF 7.–/4.–


Nathalie Bissig — Gebt her eure Äuglein
31. Oktober bis 7. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)
Eröffnung: 30. Oktober 2020

Nathalie Bissig

Im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Nathalie Bissig steht das Geheimnisvolle, Archaische und Schauerliche. Als Betrachterin oder Betrachter erliegen wir schnell dem Zauber, der von ihren Arbeiten ausgeht. Die Künstlerin nutzt unterschiedliche Medien, von der Zeichnung über die Fotografie bis hin zur Objekt­kunst, und kombiniert diese häufig miteinander. Stets gilt ihr Hauptinteresse dem Surrealen, dem Traum, der Ahnung und anderen Zwischenwelten. Entspre­chend intuitiv und spontan entstehen ihre Arbeiten. Die zentralen Themen, mit denen sie sich beschäftigt, krei­sen um die Landschaft, die Umgebung und die menschliche Figur. Dabei fragt sie auf subtile Weise nach deren wechselseitigem Verhältnis. Seit 2012 nimmt das Motiv der Maske einen wichtigen Platz in ihrem Schaffen ein. Aus meist textilen Materialien gefertigt, legt die Künstlerin das Selbst-Gemachte bewusst offen, lässt sie als textiles Objekt in Erscheinung treten, inszeniert sie in einer Fotografie oder als Element einer Performance.

In Ihrer Einzelausstellung im Nidwaldner Museum gewährt Nathalie Bissig zum ersten Mal einen umfassenden Ein­blick in ihr Schaffen. Die gezeigten Arbeiten stammen aus einem Zeitraum von 1999 bis heute, wobei einige Werke bisher noch nie öffentlich präsentiert wurden. Am Eröffnungsabend wird ausserdem eine von Nathalie Bissig konzipierte Performance mit rund einem Dutzend Kindern aufgeführt.

Nathalie Bissig (*1981 im Kanton Uri) lebt und arbeitet in Zürich, Uri und im Tessin. Von 1998 bis 2004 studiert sie an der Schule für Gestaltung Luzern, an der Ecole cantonale d’art Lausanne ECAL und an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK, wo sie 2004 mit dem Diplom im Fachbereich Fotografie abschliesst. Für ihre fotografischen Recherchen bereist sie neben der ihr vertrauten Umgebung beidseits des Gotthards insbesondere Afrika und Asien. Ihr Schaffen wurde in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert und mehr­fach ausgezeichnet.

Flyer zur Ausstellung

Medienecho (Auswahl)
Beitrag art-tv.ch
Beitrag CLICK magazin.ch

Beitrag seniorweb.ch
Beitrag Urner Zeitung
Beitrag Nidwaldner Zeitung
Beitrag Luzerner Zeitung online
Beitrag bluewin.ch
Beitrag Nau.ch
Beitrag Annabelle
Beitrag Urner Wochenblatt
Beitrag Landliebe

Programm:
ABGESAGT: Freitag, 30. Oktober 2020
Auf Grund von Covid-19 findet die Vernissage leider nicht statt.

Sonntag, 1. November 2020, 13 Uhr bis 17 Uhr
Familiensonntag:
Programm zur Ausstellung von Nathalie Bissig.

Mittwoch, 18. November 2020, 18.30 Uhr
(Auf Anmeldung, maximal 30 Teilnehmer/innen, museum@nw.ch)

Schlaglicht-Rundgang durch die Ausstellung mit Christoph Lichtin, Kunsthistoriker, Geschäftsführer Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, und Patrizia Keller.

Mittwoch, 27. Januar 2021, 18.30 Uhr
(Auf Anmeldung, maximal 30 Teilnehmer/innen, museum@nw.ch)

Öffentlicher Rundgang durch die Ausstellung mit Nathalie Bissig und Patrizia Keller.
 

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung:
Dätwyler Stiftung
Gemeinde Altdorf
Kanton Uri Swisslos

Podium zu Charles Wyrsch
19. Februar 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
19.02.2021 von 14.00-16.00 Uhr


Podium zu Charles Wyrsch (*5.7.1920 Buochs, †16.6.2019 Kriens)

Winkelriedhaus
Veranstaltung: Freitag, 19. Februar, 14 – 16 Uhr

Charles Wyrsch ist einer der wichtigsten Innerschweizer Künstler seiner  Generation. Neben der Beschäftigung mit klassischen Bildthemen ist sein Blick für die Umweltproblematik und seine stetige Auseinandersetzung mit Aussenseiter figuren der Kunst von zentraler Bedeutung.
Charles Wyrsch wäre im Sommer 2020 hundert Jahre alt geworden. Coronabedingt musste ein dazu geplantes Podium verschoben werden und wird nun ein Jahr später nachgeholt. Verschiedene Expertinnen und Experten richten den Blick
auf den Künstler Charles Wyrsch und sein eigenständiges Werk. Der Anlass soll Erinnerung und Würdigung sein.

Jos Näpflin — The Black Box Box
13. März bis 8. August 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)
Eröffnung: 12.03.2021

Jos Näpflin

Jos Näpflin versteht und praktiziert Kunst als tägliche Arbeit. Weitab von jeglichen Moden und Trends schafft er seit den frühen 1980er Jahren ein reichhaltiges Werk, das sich in bildhaften, skulpturalen und installativen Anordnungen in  unterschiedlichen Medien mit Raum, Wahrnehmung, Welt(-geschehen) und letztlich mit der Suche nach Identität auseinandersetzt. Stets greift er  gegenwartsnahe brisante Themen auf, die im Lauf der Zeit noch an zusätzlicher Aktualität gewinnen können. In aufwendigen Arbeitsprozessen im Atelier entwickelt und konkretisiert er seine Ideen mittels gezielt ausgewählter  Materialien. Seien es Gebrauchsgegenstände – wie Wecker, Messer, Spanngurte – oder speziell angefertigte Objekte, sie alle werden in Jos Näpflins Arbeiten zu Botschaftsträgern und führen bei Betrachterinnen und Betrachtern nicht selten zu Irritationen. Es handelt sich um Modelle des Realen ohne Vorkommen in der Wirklichkeit.
2019 wurde Jos Näpflin das erstmals verliehene Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung zugesprochen. Im Anschluss an das Werkjahr findet jeweils eine Ausstellung im Nidwaldner Museum statt, die das künstlerische Schaffen und die im Lauf des Jahres entstandenen Arbeiten abbilden soll. In seiner aktuellen künstlerischen Praxis setzt sich Jos Näpflin insbesondere mit der Diskrepanz zwischen den
Wörtern «Barmherzigkeit» und «Unbarmherzigkeit» auseinander. Mit diesen zwei Begriffen setzt er einmal mehr ein grosses Fragezeichen zum aktuellen Zeitgeschehen.

Jos Näpflin (*1950 in Wolfenschiessen NW) lebt und arbeitet in Zürich. Sein Schaffen wurde in verschiedenen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und
Ausland präsentiert und mehrfach ausgezeichnet, so etwa mit dem Eidgenössischen Preis für angewandte Kunst, dem Unterwaldner Preis für bildende Kunst und mehrmals mit einem Werkbeitrag für Bildende Kunst des Kantons bzw. der Stadt Zürich. Seine Werke sind in verschiedenen öffentlichen und privaten
Sammlungen vertreten.


Rahmenprogramm:


Prolog
Freitag, 5. März, 18.30 Uhr
Konzert des Streichquartetts «Pacific Quartet Vienna»

Eröffnung
Freitag, 12. März, 18.30 Uhr

Schlaglicht-Rundgang
Mittwoch, 21. April, 18.30 Uhr
mit Daniel Kurjakovic, Kunsthistoriker und Kurator Programme am Kunstmuseum Basel

Schlaglicht-Rundgang
Mittwoch, 9. Juni, 18.30 Uhr
mit Hannan Salamat, Kultur- und Religionswissenschaftlerin, Fachleiterin Islam am Züricher Institut für interreligiösen Dialog

VON BLÄTTLER DÄDI BIS HANS VON MATT — Werke aus der Sammlung der Frey-Näpflin-Stiftung
21. Mai bis 30. Januar 2022

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)

VON BLÄTTLER DÄDI BIS HANS VON MATT
Das Stifter-Ehepaar Ruth und Anton Frey-Näpflin hat während über 50 Jahren ein Konvolut von Gemälden, Skulpturen und kunstgewerblichen Objekten zu einer eigenständigen Privatsammlung zusammengetragen. Seit 2017 arbeiten die  Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden im Rahmen einer langfristigen Partnerschaft zusammen. Eine Auswahl des Bestands fand als Dauerleihgabe Eingang in die Sammlung des Nidwaldner Museums und wird seit 2018 in regelmässigen Abständen im Frey-Näpflin-Raum präsentiert.
Die Privatsammlung ist in der Öffentlichkeit insbesondere für die Werke flämischer, italienischer oder französischer Meister vom frühen 16. bis ins 19. Jahrhundert bekannt. Auf Augenhöhe mit den grossen Meistern sind aber auch regionale oder
nationale, weniger bekannte Namen vertreten. Während Museumssammlungen in der Regel klare Vorgaben verfolgen, tritt bei Privatsammlungen die dahinterstehende Sammlerpersönlichkeit und deren Leidenschaft oft stärker in den Vordergrund. Der Ansporn des Sammler-Ehepaars Frey-Näpflin war in erster Linie die Liebe zur Kunst. Ausserdem zeugen gerade die in der Sammlung erhaltenen Arbeiten regionaler und nationaler Kunstschaffender von einer monetären Förderung der jeweiligen Künstler. Gezeigt werden Werke u.a. von Josef Blättler (genannt Blättler Dädi, 1918–1996), Rolf Brem (1926– 2014), José de Nève  (1933–2019), Leopold Häfliger (1929–1989) und Hans von Matt (1899–1985).

Sommer im Museum 2021
25. August bis 12. September 2021

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans

Gegen Ende der Sommerferien lädt das Nidwaldner Museum während drei Wochen ins Winkelriedhaus und seinen Garten ein. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm
im lauschigen Hof und in den unterschiedlichsten Räumen bietet Gespräche,
Musik, Performance und eine kleine Ausstellung. Im gemütlichen Sommerbistro lässt es sich bei Speis und Trank verweilen.

Detailprogramm folgt...

Auswahl NOW 21
2. Oktober bis 30. Januar 2022

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (Mo + Di sowie Schmutziger Donnerstag, 25. + 26.12. und 01.01. geschlossen)
Eröffnung: 01.10.2021

Auswahl NOW 21

Die Kantone Obwalden und Nidwalden führen seit Jahren gemeinsame Kunstausstellungen durch. Von den 66 Künstlerinnen und Künstlern, die in der
Übersichtsausstellung NOW 2020 in Obwalden in der Turbine Giswil ihre Werke präsentierten, wurden 18 Positionen für die ein Jahr später im Nidwaldner Museum stattfindende Auswahlausstellung bestimmt. In diesem Rahmen wird auch der Unterwaldner Preis für Bildende Kunst vergeben. Folgende Künstlerinnen und Künstler zeigen 2021 in Stans weitere Werke und bieten damit einen  abwechslungsreichen Einblick in das aktuelle Kunstschaffen der Region: Olivia Abächerli, Sabine Amstad, Renata Bünter, Markus Bürgi, Rolf Flüeler, Corina Flühmann, Roland Heini, Stephanie Hess, Moritz Hossli, Christian Kathriner, Jennifer Kuhn, Corinne Odermatt, Thaïs Odermatt, Andrea Röthlin, Doris Windlin, Vreni Wyrsch, Anita Zumbühl, Anna-Sabina Zürrer.

Rahmenprogramm:

Eröffnung
Freitag, 1. Oktober 2021, 18.30 Uhr

Schlaglicht-Rundgang
Mittwoch, 27. Oktober 2021, 18.30 Uhr
mit Peter Fischer, freier Kurator, Jurypräsident NOW 20/21

Schlaglicht-Rundgang
Mittwoch, 24. Oktober 2021, 18.30 Uhr
mit ausstellenden Künstler/innen

Nachhall und Witterung. Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Nidwaldner Museums
Mi 14-20 Uhr, Do-Sa 14-17 Uhr, So 11-17 Uhr (geschlossen: Mo + Di, sowie 25. + 26.12., 1.1. und Schmutziger Donnerstag)

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, 6370 Stans

Nachhall und Witterung. Ausgewählte Werke aus der Sammlung des Nidwaldner Museums


Der Begriff «Nachhall» bezeichnet kontinuierliche Reflexionen von Schallwellen in einem geschlossenen Raum oder in einem natürlich begrenzten Bereich. Als Terminus der Inspiration bedeutet er auch Rückblick oder Rückschau auf relevante Themengebiete, Stilrichtungen und Figuren, die einen Zeitabschnitt geprägt haben. In diesem Sinne handelt es sich beim Nachhall um einen Klang, der sich als Erinnerungsmoment in unserem Gedächtnis festzusetzen vermag um Entwicklungsprozesse in der Gesellschaft, der Politik, der Geschichte und auch der Kunstgeschichte nachvollziehen zu können.

Der Begriff «Witterung» bezeichnet Umbrüche und Veränderungen. In der Klimaforschung ist er immer auf ein bestimmtes Gebiet bezogen und steht für die regionale Auswirkung von aktuellem Wetter und lokalem Klima; insbesondere in Bezug auf die erfahrbaren Elemente wie Niederschlag, Temperatur, Wind, Luftdruck und Luftfeuchtigkeit. Einem Seismografen gleich bildet das Kunstschaffen feine und starke Erschütterungen ab, die sich thematisch sowie medial auf vielfältige Art und Weise manifestieren.

In einem historischen Gebäude, das um 1450 erstellt, später erweitert und umgebaut wurde, eine Ausstellung mit Kunstwerken aus vier Jahrhunderten einzurichten, ist eine Herausforderung. Die Säle, Zimmer und Kammern des Winkelriedhauses sind geprägt durch starke formale Elemente, die neben der Gestaltung von Wänden, Decken und Böden auch in den Raum hinein wirken: Kachelöfen und ausgestaltete Säulenelemente bestimmen des Weiteren die Struktur der Architektur. In den bürgerlichen Museen des 18. und 19. Jahrhunderts war die höfische Art der Präsentation von Kunstobjekten auf farbigen Wandbespannungen und lebhaft ausgestalteten Tapeten üblich. Die grossbürgerlichen Interieurs entwickelten sich nach und nach zu wohnraumähnlichen Arrangements. Ein weiteres Merkmal dieser Präsentationsform war die Hängung mehrerer Bilder in unterschiedlichen Formaten über- und nebeneinander. Eine Vorreiterrolle kam dabei den Impressionisten zu: Ihre Verkaufsausstellungen um 1870 präsentierten sie in ihren Werkstätten, die sie als Ateliers verstanden. Ab 1888 wurde die Farbe Grau für die Stoffbespannung der Wände favorisiert. Zur selben Zeit entwickelte sich auch die einreihige Hängung – die durchschnittliche menschliche Augenhöhe wurde dabei als Massstab genommen und zur Konvention. Erst in den späten 1980er Jahren wandte sich die Kunstwissenschaft der Ausstellungsgeschichte zu. Brian O’Doherty veröffentlichte 1976 den Essay «Inside the White Cube», in welchem er erstmals den internationalen Standard der modernen Ausstellungspraxis zeitgenössischer Kunst analysierte. Sein Hauptaugenmerk lag insbesondere auf dem weissen Galerieraum und dessen typischen Bestandteilen.

Für die Konzeption unserer Sammlungspräsentation wurde ein Ansatz gewählt, der anachronistisch anmuten mag. Zu Beginn der Konzeption setzten wir uns mit Erzählweisen auseinander, welche die Geschichte der Kunst nicht linear erzählen, sondern Zugänge über thematische Felder ermöglichen. In diesem Prozess spielte bald die Rücksichtnahme auf das Gebäude und eine sorgfältige Ausein-andersetzung mit der Architektur eine wichtige Rolle. Diese trug dazu bei, die Räume monografisch zu struktu¬rieren: Die Künstler/-innen erhielten jeweils einen eigenen Raum, und die Dramaturgie der Ausstellung folgt nun einem groben chronologischen Ablauf. Ohne didaktisch zu werden haben wir versucht, mittels der Ausstellungsarchitektur zeitübergreifende Zusammenhänge erfahrbar zu machen. Zusammen mit dem Team von gasser, derungs Innenarchitekturen GmbH suchten und fanden wir Lösungen, um die Räume in ihrer Wirkung zu unterstützen und für die ausgewählten Werke eine spannungsreiche Präsentationsform zu finden.

Sammeln, bewahren und vermitteln
Leitgedanken für die Auswahl der Kunstwerke über drei Stockwerke des historischen Winkelriedhauses waren auf der einen Seite das Aufzeigen der komplexen Möglich¬keiten der Kunst und auf der anderen Seite das Herausstreichen der historischen Bedeutung sowie der Sammlungs¬schwerpunkte. Die kantonale Sammlung des Nidwaldner Museums umfasst rund 16’000 Objekteinträge im digitalen Archiv. Diese materiellen Gegenstände dokumentieren die Kultur- und Kunstgeschichte des Kantons. Der Sammlungsbestand bildet die Grundlage des Nidwaldner Museums und dessen Pflege gehört als gesellschaftlicher Bildungsauftrag zu den Hauptaufgaben des Hauses.

Ausgestellte Werke von: Johann Melchior Wyrsch, Melchior Paul von Deschwanden, Jakob Joseph Zelger, Annemarie von Matt, Hans von Matt, Heini Gut, Paul Stöckli, Barbara* Gut, Arnold Odermatt, Paul Lussi, Judith Albert

Die Ausstellung wurde kuratiert von Nadine Wietlisbach. Ein Handbuch mit Beiträgen von Konrad Bitterli, Fabrizio Brentini, Miodrag Roncevic, Isabel Fluri, Regula Odermatt, Christian Graeff, Doris Fässler, Marianne Wagner und Nadine Wietlisbach dient der Orientierung und vertieften Auseinandersetzung in der Ausstellung.

Im Kalender finden Sie unser Rahmenprogramm.

Video zur Ausstellung von art-tv.ch

Workshops für Schulen
Das Vermittlungsteam des Nidwaldner
Museums bietet stufengerechte
Workshops zur Ausstellung an.
Auf Anmeldung, museum@nw.ch oder 041 618 73 40

Kalender
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Kalender

25. November 2020
18.30 Uhr

Philipp von Matt

Führung (Auf Anmeldung)

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

27. Januar 2021
18.30 Uhr

Nathalie Bissig

Öffentlicher Rundgang / Auf Anmeldung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

19. Februar 2021
14.00 - 16.00 Uhr

Podium zu Charles Wyrsch

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

5. März 2021
18.30 Uhr

Jos Näpflin - The Black Box Box

Prolog - Konzert

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

7. März 2021
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

12. März 2021
18.30 Uhr

Jos Näpflin - The Black Box Box

Eröffnung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

31. März 2021
18.30 Uhr

SÖLDNER, REISSÄCKLER, PENSIONENHERREN

Eröffnung

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, 6370 Stans

4. April 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

21. April 2021
18.30 Uhr

Jos Näpflin - The Black Box Box

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

25. April 2021
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

2. Mai 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

26. Mai 2021
18.30 Uhr

SÖLDNER, REISSÄCKLER, PENSIONENHERREN

Schlaglicht-Rundgang

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, 6370 Stans

6. Juni 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

9. Juni 2021
18.30 Uhr

Jos Näpflin - The Black Box Box

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

4. Juli 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

1. August 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

5. September 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

22. September 2021
18.30 Uhr

SÖLDNER, REISSÄCKLER, PENSIONENHERREN

Schlaglicht-Rundgang

Salzmagazin, Stansstaderstr. 23, 6370 Stans

1. Oktober 2021
18.30 Uhr

Auswahl NOW 21

Eröffnung

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

3. Oktober 2021
11.00 Uhr

Festung Fürigen

Öffentliche Führung

Festung Fürigen, Kehrsitenstrasse, 6362 Stansstad

24. Oktober 2021
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

27. Oktober 2021
18.30 Uhr

Auswahl NOW 21

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

21. November 2021
13.00 - 17.00 Uhr

Familiensonntag

Atelier

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans

24. November 2021
18.30 Uhr

Auswahl NOW 21

Schlaglicht-Rundgang

Winkelriedhaus, Engelbergstr. 54a, Stans