Vergabe Werkjahr 2022

Corinne Odermatt erhält das Werkjahr 2022 der Frey-Näpflin-Stiftung

Das Werkjahr der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden ist mit
50'000 Schweizer Franken dotiert und wird für nächstes Jahr an Corinne
Odermatt verliehen. 2023 folgt zudem eine Ausstellung mit Publikation im
Nidwaldner Museum.

Corinne Odermatt (*1985 in Stans, lebt und arbeitet in Luzern) hat die fünfköpfige
Jury der Frey-Näpflin-Stiftung und des Kantons Nidwalden durch ihr vielseitiges
und interdisziplinäres Engagement überzeugt. Corinne Odermatt ist seit 15 Jahren
als professionelle Kulturschaffende aktiv. Ihre künstlerisch-gestalterischen Tätigkeiten sind spartenübergreifend und schliessen neben der bildenden Kunst auch die angewandte Kunst mit ein. Die wechselseitigen Impulse, die sich aus dieser Arbeitsweise ergeben, sind äusserst produktiv. Das Portfolio von Corinne Odermatt ist entsprechend vielgestaltig. Es weist unter anderem textile Arbeiten, Performances, das Mitwirken an Musikvideos und Filmen, die Kuratierung von Ausstellungen sowie Auftragsarbeiten im Bereich der Grafik aus. Seit 2020 hat sie die Verlagsleitung des Comic-Magazins «Strapazin» inne.
Trotz der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern und medialen Ausdrucksformen ist die Handschrift von Corinne Odermatt stets erkennbar. Auch weist ihr Schaffen thematische Schwerpunkte auf. Wiederkehrend ist die Auseinandersetzung mit kulturgeschichtlichen Referenzen, die die Pop- und Volkskultur sowie Glauben und Wissenschaft umspannen. Kulturelle Themen werden neu beleuchtet, während sich zugleich eine inspirierte Auseinandersetzung mit traditionellem Handwerk feststellen lässt.
Positiv bewertete die Jury neben ihrer starken Präsenz in der Zentralschweiz auch
die Auslandsaufenthalte und Ausstellungsbeteiligungen von Corinne Odermatt.
Ihre Arbeiten und Projekte realisierte sie unter anderem in Stans, Luzern, Basel,
Bern, Zürich, St. Gallen, Biel, Lausanne und Genf sowie in Berlin, New York, Los
Angeles und São Paulo. Die fünfköpfige Fachjury setzte sich zusammen aus den
drei ständigen Mitgliedern Stefan Zollinger (Vorsteher Amt für Kultur des Kantons
Nidwalden; Jurypräsident), Gabriela Christen (Stiftungsrätin), Jana Bruggmann (Kuratorin Nidwaldner Museum) sowie den zwei externen Jurymitgliedern Ester
Vonplon (Künstlerin) und Samuel Herzog (Kunstkritiker und Künstler).

Die Frey-Näpflin-Stiftung und der Kanton Nidwalden sind 2016 eine langfristige
Partnerschaft eingegangen. Die Zusammenarbeit beinhaltet unter anderem die
Schaffung eines sogenannten Werkjahres. Das Werkjahr wird in der Regel alle zwei Jahre an eine Künstlerin, einen Künstler oder eine Künstlergruppe aus den Zentralschweizer Kantonen vergeben. Im Anschluss an das Werkjahr findet jeweils
eine Ausstellung im Nidwaldner Museum statt, die von einer Publikation begleitet
wird. Sie soll das künstlerische Schaffen und die Arbeiten, die während des Werkjahrs entstanden sind, abbilden.

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